„Doctor Faust´s Mantel“

wurde am 11. December 1817 –  also vor genau 200 Jahren  –  uraufgeführt.

Das Leipziger Kunstblatt für Theater und Musik schreibt am 7. Feber 1818:

Vierzehnmahl wurde im December im Theater in der Leopoldstadt: „Doctor Fausts Mantel“ ein Zauberspiel mit Gesang in zwei Acten von Bäuerle, gegeben. Das Stück ist ganz auf das Spiel des Komikers, Ignaz Schuster, berechnet, der darin Anfangs als ein armer Schuhmacher auftritt, nachher aber in seinem Keller Fausts Wundermantel und Wunschhütchen entdeckt, sich dadurch große Reichthümer herbeizaubert, und nun den großen Herrn spielt, als solcher alle Thorheiten und Lächerlichkeiten reicher Glückspilze begeht, dadurch aber wieder zu seiner ersten Niedrigkeit herabsinkt, doch am Ende noch ganz gut wegkommt. Allerlei Liebesabentheuer, ein grober Wirth, großsprecherische Bediente u.d.m. sind episodisch ins Ganze verflochten. Ignaz Schuster ist in seinen Rollen immer ganz der, den er darstellen soll, er kennt das Thun und Treiben gemeiner Naturen von Grund aus, er lacht nicht selbst, und verräth kein Bestreben, Lachen zu erregen, aber um so sicherer rufen sein Ton, seine Gebärden, sein Benehmen das Publicum dazu auf; so wie er aus den Coulissen tritt, erheitern sich alle Gesichter der Zuschauer, und selten bleibt der Beifall aus, wenn er die Bühne verläßt.

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